Ausstellung ab 5.1.12 SHONA-Skulpturen im Augustinum

Liebe Kunst-und Musikfreunde,

2012-01-05gleich zu Beginn des neuen Jahres möchten wir Ihnen etwas ganz Besonderes  anbieten. Wir haben in Zusammenarbeit mit Bastian Müller wunderschöne Steinskulpturen aus Zimbabwe zusammenstellt und präsentieren Sie Ihnen im öffentlichen Bereich des Augustinums in Dortmund Kirchhörde, Kirchhörder Str.101. Tel. 0231 7381-0. Die Ausstellung ist durchgehend geöffnet und dauert vom 5.1. bis zum 29.März

Die Ausstellung wird am Donnerstag, den 5.1. Januar 2012 um 18 Uhr im Foyer erföffnet. Frau Havemann begrüßt Sie herzlich als Gäste, Alfred Uniewski wird Ihnen einige Informationen zu den Skulpturen und ihrer Geschichte geben und Peter Sellhorst von der Galerie Müller aus Witten wird Ihnen den Verein FUNDO – Unterstützung für das südliche Afrika e.V. vorstellen, dessen Vorsitzender Bastian Müller ist. Während der Vernissage zeigen wir Ihnen im Theater des Augustinums einen Film über die Arbeit der Künstler in Tengenenge.

Da Schmuck aus Serpentin relativ selten ist, wird Ihnen Frau Rita Furtmair aus Dortmund eine kleine Auswahl präsentieren und auch gern etwas über Schmucksteine erzählen.

Wir stehen Ihnen gern auch für Kontakte während der Ausstellungszeit zur Verfügung (0171 7 524 524) und möchten Sie im Rahmen einer Finissage im März zu einer kleinen Veranstaltung einladen, bei der auch der Film nochmals gezeigt wird.

 

Die Galerie UnArt aus Dortmund-Berghofen zeigt bereits seit 1993 regelmäßig Steinskulpturen aus Zimbabwe. Wir wären glücklich, wenn wir Ihnen heute die hochwertigen Raritäten der ersten Ausstellung nochmals zeigen könnten mit Namen wie Matamera, Takawira, Mteki oder Agnes Nyanghongo. Zwei waren schon damals dabei und sind es heute wieder: Die prominenten Bildhauer Fanizani Akuda und Edward Chiwawa, die zu den wenigen noch lebenden Künstlern der ersten Generation gehören. Inzwischen gibt es eine zweite und eine dritte Generation, die auch ihre Meister hervorbringen.

Besonders bekannt in Dortmund wurde diese Kunst durch die Ausstellungen im Westfalenpark, an denen Bastian Müller wesentlich beteiligt war. Seit einigen Jahren  gibt es eine sehr gute Zusammenarbeit mit unserer Galerie. www.shona-art.com ,  www.fundo-afrika.de

 

Die wegen eines wichtigen und uralten Volksstammes in Zimbabwe SHONA genannten Skulpturen stammen keinesfalls alle von diesem Stamm. Es ist dennoch ein Teil ihrer Geschichte mit den alten Traditionen zu begründen. Die Ruinen von Great Zimbabwe , Bauten einer schwarzafrikaischen Hochkultur im 12-16.Jahrhundert , sind eine wichtige Fundgrube für die Shiri ne Zimbabwe, imposante Vogelskulpturen aus Serpentin- Stein. Die besonderen Steinbrüche dieses Landes haben schon immer seine Kultur beeinflußt . Auch wenn diese Tradition vorübergehend im Dunkel der Geschichte verschwand, beeinflusst sie die heutigen Künstler wieder erheblich.

Die Geschichte der modernen Bildhauerei in Zimbabwe liest sich wie ein Märchen. Sein erster Held heißt Joram Mariga, der zunächst aus reiner Freude an der Gestaltung und dem wunderbaren Material eine erste Skulptur erstellte und diese auf Empfehlung dem Direktor der Nationalgalerie in Salisbury (heute Harare) vorlegte. Dieser war dabei, die schwarze Bevölkerung mit Workshops dafür zu interessieren, selbst zu malen. Zu dieser Idee passte die Erkenntnis über die Chancen, die aus dieser besonderen Begabung und der Fülle des Materialreichtums entstanden. Mariga führte nun Bildhauerworkshops durch und wurde dadurch zum Lehrer einer ganzen Generation von Bildhauern.

Der nächste Held heißt Tom Blomefield, ein weißer Tabakfarmer mit Interesse an der Bildhauerei. Seine Farm hieß Tengenege. Durch Politik und Wirtschaft ruiniert, blieb ihm 1965 nur noch ein riesiger Steinbruch. Mit Hilfe seiner Arbeiter begann er mit der Bildhauerei. Seine schwarzen Helfer versuchten sich auch in dieser Kunst und entwickelten eine überbordende Creativität. So entstand die Künstlerkolonie Tengenenge mit genialen Bildhauern wie Munyarazi, Matamera und eben auch Fanizani und Chiwawa. Bis heute ist Tom Blomefield ein wichtiger Begleiter und Förderer dieser Kunst.

 

Seit gerade mal 50 Jahren gibt es diese moderne Bildhauerkunst aus Zimbabwe . 1972 beginnend mit einer Ausstellung im Museum of Modern Art, New York hat sie heute die Museen , Galerien, Sammlungen und öffentlichen Parks in vielen Ländern der Welt erobert. Und im Gegensatz zur oft sehr rationalen Plastik in Europa hat sie auch die Herzen der Betrachter erobert. Wohl auch, weil der Bildhauer erst die Seele des Steins erkundet, manchmal sehr lange, eher er aus ihm in mühsamer Handarbeit seine Skulptur wachsen lässt. Seine Maschinen sind oft die Hände seiner Familie, die ihm bei den extrem aufwändigen Schleifarbeiten Hilfe leisten und die schweren Steine herumtragen.

 

Es gäbe noch unendlich viel zu Technik, Material und Lebensläufen zu erzählen. Dies erfolgt gern im Einzelgespräch. Die Auswahl der Arbeiten ist so getroffen, dass von klein bis groß und von schwarz bis nahezu weiß viele Arten und Nuancen gezeigt werden, obwohl die ganze Fülle dieser Kunst in keiner Ausstellung mehr zu fassen ist.

 

Wir hoffen auf Ihren Besuch.

Für das neue Jahr wünschen wir Ihnen einen guten Anfang, viel Glück, Gesundheit und gute Freunde.

 

Alfred Uniewski, Galerie UnArt

 

P.S.: Unser nächstes Konzert ist am 20.Januar in unserer Galeriewerkstatt.

Auch dort gibt es weitere SHONA- Arbeiten zu sehen. Info:. www.galerie-unart.de , www.shona-art.com , www.fundo-afrika.de

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