Konzert am 16.12.2011
Samstag, den 10. Dezember 2011 um 21:22 Uhr
Liebe Kunst und Musikfreunde,
wir laden Sie und Ihre Freunde am Freitag, den 16. Dezember wieder herzlich zu einem neuen Konzert in der UnArt-Galeriewerkstatt.
Beginn 20 Uhr, Einlaß 19:30 Uhr über den Hinterhof Berghofer Str. 201(!) und Hirschweg 15. Der Eintritt ist frei.
Im diesjährigen Jahresabschlußkonzert 2011 soll mit Musikern der bisherigen Konzerte eine Fete stattfinden, bei der viele einen kleineren Beitrag leisten, damit alle Zeit zum Zuhören und zum Feiern haben.
Etwas Besonderes ist diesmal, daß es gleichzeitig das 50.ste Konzert seit Beginn dieser Konzertreihe in der UnArt-Werkstatt seit Oktober 2007 ist. Die Idee für nicht kommerzielle Konzerte entstand mit befreundeten Jazzern (JAM JAZZ), die in der Galeriewerkstatt probten, weil wegen schwerer gesundheitlicher Probleme die Galerie stillstand und der Raum kaum genutzt wurde. Diese Probekonzerte sollten nun öffentlich gemacht werden, in Verbindung mit einer anschließenden Session für interessierte andere Musiker. Diese Idee fand viel Anklang wurde bis Ende 2008 vom Stadtbezirk gefördert. Auch vom Publikum wurde sie gut angenommen. Die Galerie stellte den Raum zur Verfügung und die Musiker organisierten 13 spannende Auftritte mit deutlichem Schwerpunkt Jazz.
Mit Ende der Förderung endete leider diese Kooperation. Nach etlichen Anfragen, wann endlich wieder was passiert, wurde eilig ein neues Konzept mit anderen Musikern entwickelt. Nach nur zwei Monaten Pause ging es im März 2009 wieder los, diesmal abhängig von den sich engagierenden Musikern vor allem mit Blues, Groove und Rock, dazu es gab immer wieder mal Jazz, Swing, Pop und modernere Stile. Die letzteren fanden ihren Weg in die Werkstatt über die sehr jungen Bands v.a. des Youngster´s Points aus Do-Höchsten . Zum Konzept wurde die Förderung ganz junger Bands mit kleineren Auftritten zu Beginn der Konzerte, einer Hauptband und einer sich anschließenden Session, die erstaunliche Ergebnisse und Stilmixe hervorbrachte und sehr gut angenommen wurde. Die Dreiteilung wurde fast immer durchgehalten und bleibt weiter so.
Besonderer Dank gilt dabei Friedhelm Kopp, selbst Bassist, Mitglied des Musikerstammtisches Höchsten und sehr engagiert in der Förderung junger und älterer Bands, eine Fundgrube für unsere Konzerte. Neben vielen guten Kontakten engagiert er sich aber auch mit Gerät, viel Arbeitszeit und vielen zündenden Ideen. Bevor er auch das übernahm, unterstützten uns die IN-Stadtmagazine bei der Erstellung der Einladungen.
Ebenfalls besonderer Dank gilt Sandor Petrik, Schlagzeuger und Bandbetreuer mit etlichen guten Kontakten in der Szene. Auch er engagiert sich mit Gerät, viel Arbeit und Herzblut. Obwohl daneben noch viele andere Dinge zu tun waren, und auch anderen Helfern zu danken ist, wäre es ohne diese beiden und ihren Musikerfreunden nicht gelungen. Schon gar nicht 37 Konzerte lang von 2009 bis heute. Im Schnitt sind wir ganz knapp an einem Konzert pro Monat (51) vorbeigeschrammt. Auch bei der Teilnehmerzahl (wir unterscheiden nicht Musiker und Publikum) sind wir insgesamt ganz nahe an 5.000 (!!) herangekommen. Sehr wenige Konzerte waren nicht voll. Das Publikum hat diese bunte Mischung von Musikern und Musikstilen bestens gemocht, so dass wirklich alle Konzerte auf ihre Weise ein guter Erfolg waren.
Natürlich war es leicht und ohne Risiko dabei zu sein. Wegen des ausschließlich privaten Engagements und des nicht kommerziellen Ansatzes waren alle Konzerte ohne Eintritt.
Unser einziges genau daraus resultierendes Problem war und ist, dass wir nicht organisiert sind und 0 Budget haben. Wir haben uns nur mit ständiger Improvisation durchgemogelt. Sehr wenige Förderer haben uns am Anfang Starthilfe gegeben, denen wir daher ganz besonders danken (unser Nachbar Heise Medizintechnik, und auch weil der Zugang über dessen Hinterhof möglich wurde, die Fa. Lettermann und die LBS Aplerbeck). Danach gab es keine weiteren nennenswerten Förderer und die Sammeltöpfe am Konzertabend kamen bei ca. 100 Besuchern selten über 100.-€ (!!) hinaus.
Die Konsequenz war, dass die Musiker, wenn überhaupt, nur etwas Spritgeld erhielten und unsere Leute Geräte und Instrumente kostenlos zur Verfügung stellten. Ohne die Geräteausstattung hätten die Bands viel eigenes Equipment mitbringen müssen, was die Motivation zum nicht bezahlten Auftritt kaum erhöht hätte.
Aber Wunder, oh Wunder, viele der Bands bedankten sich ausdrücklich dafür, dass sie bei uns spielen durften und wollten/wollen (auch mehrfach) wiederkommen, immer noch ohne Honorar. Ihnen gefiel diese ungewöhnliche Atmosphäre mit viel Kunst, dieser schräge Raum und das sehr begeisterungsfähige Publikum.
Inzwischen sind unsere Geräte/Instrumente abgenutzt, sie müssen mit Reparaturen und Ersatz aufgebessert werden. Daher soll die Sammlung dieses Konzertes nur für diesen Zweck verwendet werden.
Und wir hoffen immer noch auf mehr finanzielle Hilfe, seien es Förderer oder nur ein paar € mehr in den Sammeltöpfen.
Auch wenn schon wieder die Konzerte für 2012 in der Organisation weit fortgeschritten sind (jeden dritten Freitag eines Monats, Bewerbungen sind ab April aber noch möglich), schwebt doch ständig und deutlich das Damoklesschwert Geldmangel über der Konzertreihe. Nicht nur die Initiatoren wundern sich daher über die Zahl 50, und aus unserer Sicht ist sie ein sehr schöner Erfolg. Und vor allem hat es an viel Spaß für alle, Musiker und Zuhörer, nicht gemangelt. Wir würden gern noch lange weitermachen. Wer hilft uns? Auch Ideen und Kontakte sind gefragt.
Im Namen aller Helfer und Musiker
Alfred Uniewski
Die Bands am 16. Dezember 2011 in der UnArt-Galeriewerkstatt
Simple Men
Trotz des einfachen Namens sind diese Männer keine Leichtgewichte, zumindest musikalisch gesehen. Rund um den kleinen Trommlerkönig Sandor P. Drum lassen es Peter S. Morgen, (Gitarre), Frank B. Tull (Gitarre, Gesang), Roland Rickenbecher (Bass) und Jürgen Organ (Keyboards) ordentlich krachen. Diese einfachen Männer schaffen es immer wieder, den Rock doppelt und dreifach zum Rollen zu bringen.
Blue On Black
Eine Band der Galeriekultur, die sich seit knapp zwei Jahren zum Proben statt zum Lachen in der Werkstatt der Galerie UnArt trifft. Da die blauen Wunderknaben durch die 70-er Jahre geprägt sind bleibt es nicht aus, dass viele Stücke aus den Federn heute noch aktiver Musikerlegenden wie Eric Burdon, Van Morrison, John Mayall oder den Doobie Brothers stammen. Am Start sind die Blauschwarzen mit Christoph Kehl (Gesang), P. Fjoyd (Gitarre), Klaus I. (Bass), Georg H. Punkt (Keyboard), Sandor Klein II. (Schlagzeug) und Klaus II. (Saxophon, Bluesharp, Akustik-Gitarre).
Hatton Cross
Zwei Gitarren, ein Bass, eine Band – kreative Interpretationen von Songs aus den Sechzigern bis heute: Hatton Cross gehören zu den Urgesteinen im Galeriekeller. Mit Songs zum Zuhören, Mitschnippen und Abrocken lässt das quirlige Trio mit Gitarre, Bass und mehrstimmigem Gesang Herzblut mit viel Liebe zum Detail pulsieren. Garanten eines rundum gelungenen musikalischen Abends sind Dirk „Blake“ Blaschke, dunkle Röhre und Rhythmusgitarre, Matthias „Rocker“ Ense, Gitarrensoli aller Art und Gesang, Andreas „Juice“ Gehling, gezupftes Bassbrett und stille Stimme.
Freddie B. & The Jumping Flashbacks & Alexandra
Kult zum Anfassen und Abzappeln, mehr muss man dazu nicht sagen, außer, dass diesmal eine geheimnisvolle Dame mit im Spiel ist, die bei einigen Liedern für überraschend neue Töne sorgen wird. Alle Musiker arbeiten in unterschiedlichen Projekten und lassen in regelmäßigen Abständen die “Jumping Flashbacks” wieder aufleben. Die Altrocker gibt es seit 2007 in wechselnden Besetzungen, derzeit servieren Sandor Petrik III. (Schlagzeug und verstohlener Gesang), Diddi D. Miller (Gitarre, Chor), Frank Biss Min (Gitarre, Gesang) Freddie B. (Bass, Gesang) und Alexandra V. Lerngut das leckere Bühnen-Menü.
2Young 2Impress
Der vierte Auftritt der “Jungen Vierjährigen” im Galeriekeller, neben Different Inside eine der kultigsten Nachwuchsbands des Südens mit Joscha Saitenflitz Kersting (Gitarre), Kai Fellspanner Bärhold (Schlagzeug), Niko Recurrens Lerche (Gesang, Gitarre) und Jonas Schauinsland Schriek (Bass). Ihren Stil bezeichnen die Jungs als “Rockpop”, beeinflusst sind sie von Blink, Green Day und den Red Hot Chili Peppers. Sie haben wieder einen dicken Packen Überraschungen im Gepäck mit einem eigens für diesen Abend angerichteten gehaltvollen Rockpop-Potpourrie erster Sahne.
Open End Session bis zum Abwinken. Wer außer Lust auch ein Instrument mitbringt, ist dabei.
Bandtext und Einladungsentwurf: Friedhelm Kopp, Fotos: Alfred Uniewski, Collage Katharina Uniewski